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Honduras: Solidarität mit OFRANEH

Seit dem 10. August demonstriert OFRANEH (Organización Fraternal Negra Hondureña) in Tegucigalpa. Wir bekunden wir unsere Solidarität mit OFRANEH und den ihr angehörenden Garífuna-Gemeinschaften in ihrem würdigen und friedlichen Kampf für ihre Rechte. Wir sind empört über die Kriminalisierung, Verleumdung und Verfolgung, denen sie ausgesetzt sind.

Das Camp für das Leben des Volkes der Garifuna steht für unbestimmte Zeit auf dem Gelände des „Feministischen Camps Viva Berta“.  Mit der Aktion fordert OFRANEH den honduranischen Staat auf, die Kriminalisierung der fünf Mitglieder der Gemeinschaft von San Juan zu beenden, die während der gewaltsamen Räumung von San Juan am 6. Juli willkürlich festgenommen wurden. Ebenso fordert sie, dass der Staat die Urteile des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte (Corte IDH) umsetzt, die das angestammte Garífuna-Gebiet der Gemeinden  San Juan, Triunfo de la Cruz und Punta Piedra schützen. Die Urteile sind rechtskräftig und müssen vom honduranischen Staat zwingend umgesetzt werden.

Seit seiner Errichtung ist das Camp polizeilichen Belagerungsmassnahmen und Räumungsdrohungen ausgesetzt. Parallel dazu haben Behörden und Medien rassistischen Hass gegen das Volk der Garífuna geschürt, um den Kampf der OFRANEH zu diskreditieren. OFRANEH reichte deshalb eine Strafanzeige gegen einen Journalisten wegen Anstiftung zum Hass, Diskriminierung und Rassismus ein. OFRANEH prangert zudem an, dass der honduranische Staat eine Desinformationskampagne und einen vorgetäuschten Dialog betreibt, um die Umsetzung der Urteile zu unterlaufen und die Politik der Vertreibungen und des Völkermords am Volk der Garífuna fortzusetzen. 
Zahlreiche nationale und internationale Organisationen wie auch verschiedene UN-Sonderberichtserstatter:innen haben sich mit OFRANEH solidarisiert und den Einsatz des Strafrechts (inkl. Überwachung, "Terroristen"-Listen und Kriminalisierung des friedlichen Protests) kritisiert. 

Wir schliessen uns diesen Solidaritätsbekundungen und den Forderungen von OFRANEH an: 

  1. Sofortiger Stopp der juristischen Verfolgung von Deinor Osmany Mejía Arzu, Irbin Rene López Cortes, Carlos Enrique Fernández Guzmán, Onil Rigoberto Hernández Zelaya y Sara Abigail Acosta aufgrund ihres Engagements für den Schutz ihres ancestralen Territoriums festgenommen wurden

  2. Vollständige Umsetzung des Urteils des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte zu Gunsten der Garífuna 

  3. Stopp der Diffamierungskampagne gegen OFRANEH und Sicherheitsgarantien für die Teilnehmenden am Protestcamp für das Leben des Volkes der Garífuna.

OFRANEH-Garifuna/Organización Fraternal Negra Hondureña


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